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Das Problem ist meine Frau
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Täterarbeit in der Praxis. Eine dokumentarische Inszenierung.

In einer Laborsituation mit echten Gewaltberatern und (echten) Schauspielern zeigt Regisseur Calle Overweg Täter häuslicher Gewalt bei dem Versuch, aus der Spirale ihrer Gewalt auszubrechen.    

 

Preis für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm (3Sat) 2003


Häusliche Gewalt

Es geht um Männer, die – zum Teil seit Jahrzehnten, zum Teil erstmalig, aber mit katastrophalen Folgen – ihre Frauen schlagen oder geschlagen haben und bei Therapeuten Hilfe suchen. Doch die Täter sind Schauspieler, die Sitzungen mit ihren "echten“ psychologischen Betreuern sind nachgestellt. Die Geschichten vom erfolgreichen Prokuristen, vom Chefarzt, vom arbeitslosen Journalisten, vom Antiquitätenhändler und Taxifahrer, die sich hier Stück für Stück entrollen, erzählen so nicht nur von der häuslichen Gewalt als einem kulturpathologischen Phänomen oder von der Gewalt als Reflex auf den Druck des Arbeitslebens. Sie erzählen auf spannende Weise auch von ihrer eigenen medialen Inszenierung.

Der Regisseur selbst offenbart die Laborsituation seines Films gleich zu Anfang. Texttafeln weisen auf die eigentliche Identität der "Gewalttätigen“ hin. Er selbst steht hin und wieder im Bild, bei einer skizzenhaften Besprechung mit seinen Figuren, seinen Spielern. Man sieht eine Kamera, Lampen - und verliert sich trotzdem schon im nächsten Moment wieder in einem Schauspiel, das, obwohl es sich als Trugbild zu erkennen gibt, auf wundersame Weise berührt, nah und näher rückt.

Quelle: Birgit Glombitza: "Deutschland, revisited II". (Katalog zur gleichnamigen Filmreihe im Kommunalen Kino Metropolis September 2007). Kinemathek Hamburg e.V., 2007.

 

 


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