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Vulva 3.0
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„Das Zeigen der Vulva vertreibt Bären und Löwen, lässt den Weizen höher wachsen, beruhigt Sturmfluten und Dämonen haben Angst davor. Der Teufel läuft weg. Das Zeigen der Vulva rettet die Welt.”

Dieses kraftvolle Bild des weiblichen Genitales ist leider nicht in unserer Vorstellung verankert. Zwar scheint es, dass Nacktheit kein Tabu mehr ist, doch ist die Abbildung des weiblichen Geschlechts nach wie vor irritierend und mit vielfältigen Verboten belegt. Jahrzehnte der Retusche in den Medien, Anti-Pornografiekampagnen und Abbildungsverbote führen zu einem öffentlichen Bild der Vulva, das wenig mit ihrer Realität zu tun hat. Es herrscht das „Schönheitsideal der Unsichtbarkeit“.
 

Länge: 79 Min.
 
Seit einiger Zeit entdeckt die Schönheitschirurgie ein neues Aufgabengebiet: die (Weg-) Optimierung der Vulva – des äußeren weiblichen Genitals. Ausgehend von dieser Entwicklung bietet VULVA 3.0. – ZWISCHEN TABU UND TUNING einen unterhaltsamen, überraschenden und nicht zuletzt aufklärerischen Blick auf weibliche Intimregionen. Es geht um Wahrnehmung und Repräsentation, um Sichtbarwerdung und Unsichtbarmachung, um freiwillige Modellierungen und rituelle Verstümmelung, um anatomische Irrtümer und historische Perspektiven, um Zensur und Zelebrierung der Vulva. Zu Wort kommen dabei unter anderem die Aktivistin gegen weibliche Beschneidung Jawahir Cumar, die Publizistin der erotischen Jahrbände „Mein heimliches Auge“ Claudia Gehrke, die Erfinderin des „MS 5/2 Modells der weiblichen Sexualorgane für den Unterricht“ Angelika Beck, die Betreiberin des „Sexclusivitäten Salons“ und Herausgeberin von „Frauenkörper neu gesehen“ Dr. Laura Méritt und mehrere Mitgründer*innen der Gesellschaft für ästhetische und rekonstruktive Intimchirurgie GAERID e.V.
 
Das Plakat zum Film können Sie hier kaufen.
 
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Inhalt
 
Der Film beginnt in einer dermatologischen Praxis in Köln. Erotikmodell Bella Joy lässt ihre Schamlippen aufspritzen und feiert das Ergebnis, „schön amerikanisch“ ist es geworden. Danach geht es weiter in eine Schule, in die hinterste Ecke der Biosammlung, in der sich das MS 5/2 Modell der weiblichen Lustorgane versteckt, das Angelika Beck entworfen hat und nun liebevoll erläutert. In seinen fröhlich-bunten Farben lehnt es sich an eine „Barbiepuppenästhetik“ an. Auch Frauenärztin Helga Seyler und Sexualpädagogin Daniela Stegemann berichten, dass ein realistisches Abbild der Vulva immer noch schockiert. Beide arbeiten deshalb gerne mit auseinandernehmbaren Plüschmodellen. Claudia Gehrke, Herausgeberin der erotischen Jahrbände „Mein heimliches Auge“ und Laura Méritt, Betreiberin von „Sexclusivitäten.de“, setzen der pädagogischen eine künstlerisch-lustbetonte, oder wie Méritt sagen würde, eine „möseale“ Perspektive entgegen. 
 
Die Medizinhistorikerin Marion Hulverscheidt und der Frauenarzt Dr. Zerm steuern biologische, historische und wissenschaftliche Fakten bei. Anhand von detailreichen medizinischen Illustrationen aus dem 17. und 19. Jahrhundert erläutert Hulverscheidt Umfang und Ausdehnung des weiblichen Wollustorgans: Schwellkörper, Schenkel, G-Fläche, Klitorisschaft – und beschreibt, wie dieses anatomische Wissen im 20. Jahrhundert wieder vergessen und ignoriert wurde. Dr. Zerm erinnert daran, dass jeder Fötus zunächst identisch angelegt ist und sich erst nach der 8. Woche in Richtung männlich oder weiblich entwickelt. Jedem Teil des weiblichen Geschlechtsorgans kann ein entsprechender Teil des männlichen Geschlechtsorgans zugeordnet werden.
 
Von der realen Vulva macht der Film einen Bogen zu Idealvorstellungen der Vulva: 
Ulrich Grolla, Erotikfotograf und Bildbearbeiter, verkleinert Schamlippen routinemäßig mit Photoshop, um das „normale Empfinden“ nicht zu verletzen. In der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften, die auch schon Gehrkes „Mein heimliches Auge“ begutachten musste, versteht der Referent Wilfried Schneider die Angst vor nackten Frauen oft selbst nicht. Die Autorin Dr. Mithu Melanie Sanyal erzählt die traurige Geschichte von Sara Baartmann. Die Südafrikanerin wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Engländern verschleppt und in London ausgestellt, weil ihre großen inneren Schamlippen als Kuriosum galten. Nach Protesten wurde sie nach Frankreich weiter verkauft, wo sie bald verstarb und von Napoleons Chirurg Cuvier seziert und konserviert wurde, der sie, bzw. ihre Vulva, in einem Traktat als „missing link“ zwischen dem Affen und dem zivilisierten Menschen deklarierte. Auch heute geht es in der Intimchirurgie vor allem um das Unsichtbarmachen der inneren Labien. Hautärztin Dr. med. Uta Schlossberger zeigt hierzu verstörende Vorher-Nachher-Bilder.
 
Die radikalste Form des „Verschwindenlassens“ des weiblichen Genitals ist sicher die Genitalverstümmelung oder auch FGM (Female Genital Mutilation). VULVA 3.0. begleitet Jawahir Cumar, selbst Opfer von FGM und Gründerin von „stop-mutilation e.V.“ und Dr. Zerm, Frauenarzt mit Spezialisierung auf dem Gebiet der Hilfe beschnittener Frauen zu Fachtagungen und lässt sie im Film zu Wort kommen. Während Cumar von der Praxis und den Folgen für die betroffenen Frauen erzählt, beschreibt Dr. Zerm die Beschneidung als patriarchale Praxis, die von den Anhängern unterschiedlichster Religionsgemeinschaften praktiziert wird. Marion Hulverscheidt ergänzt als historisch-europäische Perspektive die Praxis der FGM in der europäischen Medizin des 19. Jahrhunderts, um Frauen von Hysterie und Masturbation zu kurieren. Besonders kurios und drastisch: der Fall von Marie Bonaparte, einer Freud-Schülerin, die zusammen mit dem Wiener Gynäkologen Josef Halban ein Verfahren entwickelte, um Klitoris und Scheideneingang näher zusammen zu bringen und so die weibliche Lustempfindung zu optimieren.
 
Zum Ende des Films kehrt VULVA 3.0. zu seinem Ausgangspunkt zurück und besucht einen Kongress der Gesellschaft für ästhetische und rekonstruktive Intimchirurgie, auf dem die Fachbesucher der Live-Übertragung einer „Schamlippenverkleinerung mit Klitorismantelkorrektur“ beiwohnen.
 
Von der Beschneidung zur Intimchirurgie, von der Fruchtbarkeitsgöttin Baubo zur Schutzmantelmadonna im Labien-Stil zeichnet VULVA 3.0. – ZWISCHEN TABU UND TUNING ein vielfältiges Bild der Vulva und ihrer Repräsentationen. Ein leidenschaftliches, unterhaltsames und lehrreiches Plädoyer für einen unverblümten, unverkrampften und selbstbewussten Umgang mit dem weiblichen Geschlecht.
 
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